Caroline (Aranya) van der Houwen
Ich wurde in 1964 in Assen (Niederlande) geboren. Mein Lebenslauf hatte einen besonderen Verlauf; nach dem Studium in der Landwirtschaft habe ich von meinem Hobby mein Beruf gemacht. Seit 1998 unterrichte ich afrikanische Percussion. Die Stimme-Arbeit war ein wichtiger Teil meiner persönlichen Entwicklung. In 2003 kam ich (wegen der Liebe) nach Deutschland. Seit 2009 betreibe ich die Trommelei in Weil der Stadt.
Was mich bewegt
Die Keimzelle meiner Arbeit liegt in einzelnen Momenten, in denen ich spontan mit anderen Menschen Musik machen konnte. Ohne vorherige Absprachen haben wir mit der Stimme improvisiert und es gelang uns, unsere Stimmen auf einander abzustimmen. Wir staunten „wie ist das möglich“. Und kaum hatte ich angefangen, Djembe-Unterricht zu nehmen, konnte ich mich mit meiner Trommel in ein spontanes Musizieren von anderen Leuten einbringen. Das waren Glücksmomente, die mir immer noch deutlich im Gedächtnis sind. Diese Erfahrungen möchte ich gerne mit Anderen teilen. Ich bin überzeugt, dass alle Menschen musikalische Fähigkeiten haben und dass wir uns miteinander über Musik verbinden können. Inklusives Musizieren bedeutet, die Verbindung zu den Menschen wichtiger nehmen als die Musik als Kunstform. So wird Musizieren ein Beitrag für die Gemeinschaft …
Community Music
Was ich bewege
Ich trommle mit Kindern, Senioren, Menschen mit Behinderung, Teams und Managern (u.A. UBS-Bank, Porsche, Landfrauen). Ich improvisiere mit ganz vielen verschiedenen Instrumenten und mit den unterschiedlichsten Menschen. Ich möchte Musik gerne einsetzen um Inklusivität zu fördern.
Was mich interessiert
- Wie wir Musik lernen,
- Wie man Musik lehren kann,
- Wie Menschen in Gruppen zusammenarbeiten,
- Wie beim Improvisieren Haltung und Handwerk interagieren,
- Wie das Musizieren und das Lernen sich in einer zunehmend von KI gesteuerten Welt ändern wird.
Meine Hoffnung ist, dass wir gerade durch das live Musik machen unsere Menschlichkeit behalten.
Was ich noch bewegen möchte
Heutzutage stehen uns alle Informationen zur Verfügung. Das ganze Internet ist voll mit Youtube-Videos, Internetkursen, Texten und Notenmaterial. Jeder kann alles lernen. Das heißt aber auch, dass die Verantwortung für das, was man lernen möchte, noch mehr bei jedem selber liegt. Die Rolle des Lehrers verändert sich.
Ich denke, dass wir in Zukunft Orte brauchen, wo wir uns treffen können, um zusammen zu tanzen und Musik zu machen, als Ergänzung für alles, was wir zu Hause alleine lernen können.
Ich wünsche mir, dass ich noch lange diesen „Raum halten“ kann, so dass viele Menschen hier genießen, gedeihen und wachsen können.

